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[19.01.14]

Frankreich Dezember 2012 – Die Sylvestersause


Unser Video vom Truffe-Tauchgang am vorletzten Tag der Reise.
 

Das Jahr 2012 wollten wir noch mal mit einer Frankreich-Tour ausklingen lassen, außerdem stand für Damaris ihr Höhlentauchschein auf dem Programm.

Sonntag: Trou Madame


Damaris beobachtet Ralph und Basti beim Klettern.

Einen Tag vor Heiligabend ging es los mit Damaris' Kurs, die ersten Tauchgänge fanden an der Trou Madame statt. Während sie gemeinsam mit Ralph Wilhelm übte sind Bastian Scholz und ich zusammen losgezogen. Für mich der erste Tauchgang hier überhaupt, leider war die Sicht mit ca. vier Metern nicht berauschend. Nach 55 Minuten waren wir dann auch wieder zurück. Dennoch gut, mal gesehen zu haben, wie die Kletterei und der Equipmenttransport hier funktionieren.


Ming beobachtet den Fluss beim fließen.

Die neue GoPro 3 black war zum ersten Mal im Einsatz und das Handling mit Griffschiene und Licht funktionierte auch einigermaßen gut. Aufgrund der Sicht sind die Ergebnisse aber kaum erwähnenswert – außer ein paar Lehmfiguren im Eingangsbereich, die zu Trockenzeiten entstanden sind, gab es nicht viel zu filmen.

Montag: Truffe

Den Tag des Heiligabend verbrachten wir an der Truffe. Beim ersten Tauchgang waren Basti und ich als Buddies von Damaris im Kurs dabei, anschließend haben wir noch einen Tauchgang zu zweit gemacht. Abends haben wir dann auf der Domaine de Gayfie zusammen Heiligabend gefeiert, gegessen und Rotweine der Region verköstigt.

Dienstag: St. Georges

Den ersten Weihnachtsfeiertag verbrachten wir an und in der St. Georges. Basti, Damaris und ich waren wieder ein Team, zwei Tauchgänge mit Lost Buddy, Lichtsaufällen, Gasverlust und ähnlichen Überraschungen folgten. Die Sicht war okay für die St. Georges, was allerdings nicht viel heißt...

Mittwoch: St. Georges

Für den nächsten Tag hatte ich mich mit Jens Schamberger verabredet. Wir wollten mit den Rebreathern in der St. Georges den tiefen Teil ab 1.000 Metern durchtauchen und bis zur Auftauchstelle bei 1.500 Metern gelangen. Die Sicht war leider eher schlechter als am Vortag und wurde zu unserer Überraschung nach der Engstelle bei 400 Metern noch schlechter (oft wird sie ab hier deutlich besser). An der Engstelle selbst war sie allerdings noch mieser, da die zwei hier sesshaften Karpfen mittlerweile recht groß geworden sind und mit eifrigem Durchpflügen des Grunds dafür Sorge tragen wollten, noch größer zu werden.

Da Jens und ich über die Jahre recht eingespielt und was Sichtweiten angeht auch nicht verwöhnt sind, hat uns das aber auch nicht zu sehr gestört und wir sind weiter getaucht. Ich flutschte wunderlicher Weise beim ersten Anlauf durch die Engstelle – mit D20-Frame und Stages am Mann. Auf dem Rückweg ließ sich dieses Kunststück leider nicht wiederholen...

Wir scooterten also weiter, kamen am Schacht bei 1.000 Metern an, legten den Sauerstoff ab und sausten ab in die Tiefe auf maximal 76 Meter. Die Leine, die Sebastian, Basti und ich im März gelegt hatten, war zum Glück noch dort und so gelangten wir zügig zum Schacht, der senkrecht auf 42 Meter führt. Hier geht es langsam ansteigend weiter und zum Ende kommt ein Schacht, der von 21 Metern an aufwärts zur Auftauchstelle führt. Nach etwas Deko tauchten wir auf und unterhielten uns ein wenig. Abschließend tauchten wir wieder ab und nun passierte etwas, wodurch ich zum ersten Mal überhaupt Angst bekommen habe beim Höhlentauchen.

Beim Abstieg merkte ich, dass ich Probleme mit dem Druckausgleich hatte; meine Nebenhöhlen waren angeschwollen. Ab sechs Metern Tiefe ging so gut wie gar nichts mehr. Bei einem Freiwassertauchgang kein Problem, aber ich musste bis 76 Meter abtauchen, um überhaupt aus der Höhle zu gelangen, außerdem gab es auf dem Weg raus noch einige andere Tiefenänderungen. Da macht man sich so seine Gedanken...

Zum Glück war Jens bei mir und zusammen stiegen wir langsam weiter ab. Für den Abstieg von sechs auf sieben Meter haben wir so ungefähr 20 Minuten gebraucht – trotz einschlägiger Manöver und Spülvorgänge. Zwei Dinge haben mich in dieser Situation sehr beruhigt: Erstens, dass ich durch den Rebreather sehr viel Zeit zur Verfügung hatte und zweitens, dass über mir schließlich eine Auftauchstelle war. Die Vorstellung, dort mindestens eine Nacht verbringen zu müssen, bis jemand mit Medikamenten reinkommt, war nicht berauschend, aber bei weitem noch angenehmer als hier drin zu ersaufen.

Ich probierte den Abstieg also einfach weiterhin und Jens hing geduldig neben mir. Danke dafür übrigens noch einmal. Nach einer gefühlten Ewigkeit ging es langsam besser und wir konnten mit zunehmender Geschwindigkeit absteigen. Die Rückfahrt war alles andere als ein Genuss: Meine Nebenhöhlen waren spürbar angegriffen und quittierten jeden Tiefenwechsel mit Stichen. In dem Zustand war es mir auch nicht mehr möglich, die Engstelle elegant zu passieren, sondern es wurde alles abgelegt und einzeln durchgereicht.

Nach 301 Minuten kamen wir wieder an die Oberfläche und das war ein wirklich schönes Gefühl.

Freitag: Truffe

Nach dem Erlebnis in der St. Georges hatte ich meinen Nebenhöhlen einen Tag Pause gegönnt und fühlte mich anschließend einigermaßen bereit, zumindest einen kurzen Tauchgang zu machen. Damaris hatte inzwischen ihren Kurs beendet und so fuhren wir gemeinsam mit Marcus Döring und Katrin Dessin an die Truffe. Dort machten wir einen entspannten 65 Minuten-Tauchgang und kehrten nach einigem Plausch mit den anwesenden Engländern zurück zur Domaine de Gayfie.

Samstag: Ressel


Andrang an der Ressel: Aicha Schmidt und ihr Buddy machen sich im Vordergrund bereit,
dahinter schwimmen Damaris, Katrin und Marcus und ganz weit hinten kommen noch
ein paar Schweizer angeschwommen.

Am Tag darauf fühlte ich mich wieder vollkommen fit und brach mit Jens zusammen zur Ressel auf. Wir wollten den tiefen Loop auf den Rebreathern abfahren und hatten dazu jeder drei Dekogase, ein Bottomgas und zwei Scooter dabei. Kurz nach dem Abtauchen hatte mein Suex ADV33 rasch an Abtrieb gewonnen und wir mussten wieder auftauchen. Richard Roethe war zum Glück in Rufweite und half uns, den Scooter oberhalb des Eingangs aus dem Wasser zu bekommen, so dass wir nicht zurück zur Einstiegsstelle mussten. Als Richard den Scooter an Land öffnete kam ihm ein guter Liter Wasser entgegen. Wie sich später herausstellte, war der Center Lock durch mehrfaches zu starkes Zudrehen undicht geworden. Ob das auf meine Kappe oder die Kappe des Vorbesitzers ging war nicht mehr zu klären, aber seitdem schließe ich meine Scooter mit nur ganz geringer Kraft.

Der Loop war uns mit nur drei Scootern zu heikel, also beschlossen wir, am tiefen T rechts rum zu tauchen und spätestens am tiefsten Punkt, dem Schacht hoch zu den hinteren Auftauchstellen, umzukehren. Leider hatten wir aber auch in der Ressel Pech – die Sicht im tiefen Teil war miserabel, vielleicht mal gerade fünf Meter. Wir hatten an dem Tag keine Lust, viel Deko für so gut wie nichts in Kauf zu nehmen und kehrten wieder um. Am ersten T haben wir dann alle Stages bis auf das Nitrox 50 abgelegt und scooterten noch ein bisschen durch die flachen Gänge, so dass wir doch noch unseren Spaß hatten und auf 101 Minuten Tauchzeit kamen.

Sonntag: Truffe

Nach dem nicht ganz so erfolgreichen Tag an der Ressel entschlossen Damaris und ich uns, noch einmal mit Katrin und Marcus zur Truffe zu fahren. Nach der schlechten Sicht am ersten Tag in der Trou Madame wollte ich die neue GoPro dabei noch einmal bei guten Sichtweiten testen. Wir haben eine kurze Besprechung bezüglich Aufteilung und spezieller Lichtzeichen gemacht und sind dann direkt ins Wasser gesprungen. Heraus kam dabei mein bislang bester Tauchfilm und ich war sehr begeistert – sowohl über die neue Kamera als auch darüber, wie saugut wir als Team das umgesetzt hatten. Schon als wir abends das Rohmaterial anschauten, bekamen wir ein Grinsen ins Gesicht... das kann zum Teil aber auch vom Single Malt gekommen sein...

Montag: Ressel und Bons


Die Source de Bons in der Sylvesternacht 2012.

Sylvester sind Marcus, Katrin, Damaris und ich tagsüber zur Ressel gefahren und sind flösselnder Weise bis zum Schacht und runter auf 46 Meter getaucht. Ein schöner Abschlusstauchgang, zumal die Sicht wieder etwas besser geworden war. Anschließend sind wir zur Unterkunft gefahren und haben das Auto gepackt, denn am nächsten Morgen stand die Heimreise an. Wir wollten die Sylvesternacht aber nicht ohne einen speziellen Tauchgang verbringen und so entschlossen wir uns, den Jahreswechsel in der Bons zu feiern. Die Tauchstrecke hierfür ist kurz, fast Apnoe zu bewerkstelligen, und so konnten wir den Großteil der Ausrüstung bereits für die Rückreise verladen.


Zugegeben, mehr Licht wäre schön gewesen, aber der Kenner kennt die Halle.

Abend sind wir dann in die Bons rein, hatten einen Sekt dabei und haben in dieser schicken Halle den Jahreswechsel gefeiert. Ein einmaliges Erlebnis und ein schöner Abschluss dieses – trotz einiger widriger Umstände – doch sehr genialen Urlaubs!